Bad Kohlgrub liegt in den Ammergauer Alpen, 12 Kilometer von Murnau und acht Kilometer von Oberammergau entfernt. Neben der Hörnle Sesselbahn finden Sie hier auch den Timberland Trail, der optimal für Familienausflüge ist. Die Guggenberg Alm findet sich am oberen Ende von Bad Kohlgrub und im Zentrum werden Sie immer wieder dem Kurpark begegnen.
Das Angenehme an diesem feinen Plätzchen, (seit 150 Jahren ein bekannter Kurort) ist, dass es gut erreichbar zwischen den überlaufenen Orten Oberammergau und Murnau liegt und daher viel ruhiger und doch auch idyllisch ist. Das Hörnle ist an Sommertagen und schönen Herbsttagen natürlich übervoll, wie fast alle Genuss-Orte im Oberland. Aufstieg: von Bad Kohlgrub in 1 ¼ bis 1 ½ Stunden (480 Höhenmeter), alternativ von Kappel in 1 ¾ bis 2 Stunden (560 Höhenmeter).
Weitere Wandermöglichkeiten in Bad Kohlgrub
Hörnle-Sesselbahn
Bergwanderungen
Hörnle – Zeitberg
Hinteres Hörnle
Hörnle Runde
Hüttenwanderung Hörnle Hütte
Rundwanderungen
Moorstich Runde
Murnauer Moos Runde
Rantscher Weiher Runde
Kehrer Runde
Kraggenau Runde
Waldgeist Runde
Themenwege
Ammergauer Wiesmahdweg
Bauernhof – Panoramarunde
Alm Runde Hörnle
Schluchten – Erlebnis Runde
Große Moor Runde
Haiku-Weg
Bienenlehrpfad
Der Timberland Trail
Der Timberland Trail ist ein Themenweg, der Kindern und Erwachsenen den Wald und seine Bewohner näherbringt. Der Weg ist etwa drei Kilometer lang und führt durch den Kurpark und die Ludwigs Schlucht.
Ein MUSS für Eltern, die ihre Kinder „auslüften“ wollen
Auf dem Weg gibt es zwölf Stationen, an denen die Besucher etwas über den Wald lernen können. Die Stationen sind interaktiv gestaltet und bieten Rätsel, Aufgaben und Spiele.
An der ersten Station begrüßt das Eichhörnchen Fini die Besucher und erzählt ihnen Spannendes über das Leben im Wald. An den folgenden Stationen lernen die Besucher etwas über die Bäume des Waldes, die Tiere des Waldes und die verschiedenen Lebensräume im Wald.
In der Ludwigs Schlucht gibt es eine Station, an der die Besucher Klanghölzer ausprobieren können. An einer anderen Station können die Besucher kleine Wasserfälle entdecken und versteckte Tiere suchen.
Der Timberland Trail ist ein Erlebnis für die ganze Familie. Er ist ein idealer Ort, um den Wald zu entdecken und etwas über die Natur zu lernen.
Leider waren bei allen Besuchen (auch am Feiertag oder Wochenende), wenige Wanderer und Familien unterwegs. Dennoch: es lohnt sich auf alle Fälle.
Wollen Sie mehr, dann gehen Sie über den Trail Richtung Guggenberg Alm zur Talstation des Lifts und lassen sich bequem zum Hörnle auf 1500 Hm bringen.
Dauer: 1,5 Stunden
4 Kilometer von und zum Bahnhof
150 Hm (Start bei 813 Hm bis 960 Hm).
Die Guggenberg Alm
Die Guggenberg Alm ist am oberen Ortsrand von Bad Kohlgrub zu finden. Sie finden hier alle Leckereien, die man sich auf einer Alm wünscht. An manchen Wochenend-Tagen ist die Besucherzahl so groß, dass Sie sich besser einen Platz vorher reservieren.
Hörnleweg 6
82433 Bad Kohlgrub
Mittwochs ist Ruhetag.
08845-758628
Ein paar Stimmen über das Lokal:
„Uriges Lokal, leckeres Essen, nette Leute – sehr große Empfehlung!“
„Schmeckt sehr lecker, die Weißwurst ist saftig und das Bier schmeckt auch“,
„Freundlichkeit 5 Sterne, Geschmack 5 Sterne, Bedienung 5 Sterne – Einzigartig.“
Umfangreiche Beschilderung
Hier sind einige Stationen des gut beschilderten Timberland Trails:
- Die Tiere des Waldes
- Die Lebensräume im Wald
- Klanghölzer in der Ludwigsschlucht
- Wasserfälle und versteckte Tiere in der Ludwigsschlucht
- Der Trail ist ganzjährig geöffnet und nicht für Kinderwagen und Rollstühle geeignet.
Eichhörnchen Fini erzählt in der Handy-App viele lustige Geschichten über den Trail:
www.locandy.com/q/de-bayern-timberland-trail
Text: JvB, Fotos: www.genussorte-pfaffenwinkel.de
Ein paar Texte aus den Schildern vom Timberland Trail
Fichtenwurzel
Die Fichte ist eine Halbschattenbaumart mit geringen Ansprüchen an Wärme und Nährstoffe. Sie benötigt eine gleichmäßige, relativ hohe Bodenfeuchte und ist von Natur aus eine Baumart des Hochgebirges
und der Moorränder. Auf nassem und tonigem Untergrund streichen die Wurzeln der Fichte flach aus, hier können sie den Boden nicht durchdringen. Auf solchen feuchten und rutschgefährdeten Böden ist die Fichte vom Sturmwurf bedroht!
Hainbuche – der Hagbaum
Der alte Name dieser Baumart ist „Hagebuche“. Schon in alter Zeit diente die Hainbuche zum „Ein-Hagen“ von Feldern und Wiesen. Bereits in der keltischen Epoche wurden so Grenzen abgesteckt und geschützt. Eng aneinander gepflanzt dienten sie sogar als lebende Festungsmauern. Die geflügelten Früchte werden vom Wind und durch Tiere verbreitet. Der Baum wächst schnell und kann über 150 Jahre alt werden. Hainbuchen gehören trotz des irreführenden Namens nicht zu den Buchen, sondern vielmehr zu den Birkengewächsen. Als Eisen noch knapp und teuer war, waren stark beanspruchte Fahrzeug- und Maschinenteile (Achsen, Speichen, Holzschrauben u. ä.) und die Zahnräder von Mühlen aus Hainbuche, weil ihr Holz zäh und stabil war. Auch in der Verwendung als Drucklettern während der Anfänge der Buchdruckkunst erwies es sich als besonders geeignet. Zudem besitzt es einen hohen Brennwert und ergibt sehr gute Holzkohle.
Vogelbeere – die Glücksbringerin
Die Vogelbeere gedeiht in sehr unterschiedlichen Klimagebieten, sie ist der am weitesten nördlich anzutreffende Laubbaum. Die Baumart wächst als Pionierbaum auf Sturmflächen und wird über Vögel verbreitet. Vogelbeeren werden von 63 Vogelarten verzehrt. Die jungen Zweige enthalten unter der glatten Rinde Chlorophyll. So ist der Baum bei der Fotosynthese nicht nur auf seine Blätter angewiesen und kann bereits vor Laubausbruch assimilieren. Im Volksglauben gilt die Vogelbeere als Symbol für Glück, Gesundheit und Kindersegen. Am Abend der Walpurgisnacht besteckte man früher die Stalltüren mancherorts mit Vogelbeerzweigen, um böse Geister abzuwehren, oder das Vieh wurde mit den Zweigen „bequitscht“, leicht geschlagen. Vogelbeerholz war früher als Wagnerholz sehr geschätzt. Fässer, vor allem für Obstbranntweine, stellte man bevorzugt aus diesem Holz her. Heute bietet sich das schon gemaserte Vogelbeerholz als Massivholz und Furnierholz für Möbel und Innenausbau an.
Der klingende Wald
Nimm die Stöcke und komponiere deine eigene Waldsymphonie! Merkst du, wie unterschiedlich Holz klingen kann? Nicht nur abhängig von Größe und Form; auch jede Holzart hat ihren eigenen Klang. Allen gemeinsam aber ist der warme, natürliche Ton. Darum ist auch Holz der Werkstoff für unzählige Musikinstrumente. Violinen- und Gitarrenböden werden aus wertvollen, langsam gewachsenem Holz der Gebirgsfichte oder des Bergahorns hergestellt.
Wildnisliege
Mach es dir bequem auf der Liege und lass deinen Blick in die Baumkronen schweifen, begleite ein Blatt auf seinem Weg zum Waldboden. Lausche dem Vogelgesang und dem Rauschen des Baches! 25 Millionen Blätter fallen jedes Jahr im Herbst auf einen Hektar (100 × 100 m) Waldboden. 250.000 Regenwürmer verarbeiten dieses Laub, welches von Billionen von Fadenwürmern, Urinsekten, Milben und Bakterien weiter zerkleinert wird. So entsteht die organische Auflage des Waldbodens: der Humus.
Bodentrichter – Sickerversuch
Waldboden oder Kies – Wer schützt besser vor Hochwasser? Probier es aus! Von herausragender Bedeutung für die Trinkwassergewinnung ist der Wald. Von der Gesamtwaldfläche Bayerns (2,5 Mio. ha) haben 30,6 % (750.000 ha) eine hohe Bedeutung für den Wasserhaushalt. Intakter Waldboden kann bis zu 100 Liter Wasser pro Quadratmeter speichern, er verzögert den Abfluss, er dient als Wasserfilter und liefert so stetig sauberes Trinkwasser.
Balance
Finde deine Balance und überquere den Bach! Das innere Gleichgewicht ist für den Menschen genauso wichtig wie für den Wald. Je ausgeglichener und ungestörter ein Ökosystem ist, desto stabiler ist es. Eingriffe von außen können ungeahnte Folgen haben. Auch die Kohlendioxid-Bilanz der Bäume im Wald ist ausgeglichen. Durch sein Wachstum entzieht der Baum der Atmosphäre Kohlendioxid und produziert den lebenswichtigen Sauerstoff. Im Laufe seines Lebens speichert ein Baum etwa eine Tonne CO₂. Das CO₂ bleibt im Holz gespeichert. Solange der Baum lebt, aber auch noch, wenn sein Holz für Möbel verwendet wird.
Wasserkontakt – Feenstein
Begib dich auf die Plattform und drehe ein paar Steine im Bach herum! Wenn du eines der unten aufgeführten Tiere findest, hat das Wasser eine hohe Qualität! Probier es aus! Ein Bach entsteht durch den Zusammenfluss mehrerer Quellrinnsale. Treffen mehrere Bäche zusammen, werden sie zum Fluss. Ein Bach ist reich an Lebensräumen, die von verschiedenen Lebensgemeinschaften bewohnt werden. Durch die Wasserbewegung ist das Wasser relativ kühl und reich an Sauerstoff. Bachtiere haben einen höheren Sauerstoffbedarf als Tümpelbewohner. Die Bachlebewesen haben Mechanismen entwickelt, mit deren Hilfe sie der Strömung trotzen können, um nicht abgeschwemmt zu werden: Köcherfliegenlarven, bauen sich aus kleinen Sandkörnern einen Köcher, der den weichen empfindlichen Hinterleib schützt. Damit sie nicht von der Strömung davongetragen werden, verankern sie ihr Gehäuse mit Gespinstfäden an der Unterseite von Steinen.
Bachflohkrebse und Köcherfliegenlarven ernähren sich von organischem Material, ohne ihre rege Tätigkeit könnten die in den Bach gefallenen Blätter nicht so schnell abgebaut werden.
Fichtenwurzel
Die Fichte ist eine Halbschattenbaumart mit geringen Ansprüchen an Wärme und Nährstoffe. Sie benötigt eine gleichmäßige, relativ hohe Bodenfeuchte und ist von Natur aus eine Baumart des Hochgebirges und der Moorränder. Auf nassem und tonigem Untergrund streichen die Wurzeln der Fichte flach aus, hier können sie den Boden nicht durchdringen. Auf solchen feuchten und rutschgefährdeten Böden ist die Fichte vom Sturmwurf bedroht.
Bergahornwurzel
Der Bergahorn ist ein Baum der bergigen Misch- und der schattigen Schluchtwälder. Er bevorzugt frische, gut mit Nährstoffen und Basen versorgte Böden in kühl-luftfeuchten Lagen. Als Pionierbaum auf Kalkstein-Schutthalden ist er unempfindlich gegen Steinschlag. Sein intensives Wurzelwerk ist herzförmig und befestigt rutschgefährdetes Gelände. Dies macht ihn zur wertvollen Schutzwaldbaumart.







