Wessobrunner Kloster

Klostergründungslegende

Nach einer St. Emmeramer Legende des 11. Jahrhunderts wurde das Kloster vom bairischen Herzog Tassilo III. gestiftet, der im Jahr 753 auf der Jagd eine Nacht im Rotwald, dem Rotter Wald, verbringen musste. Im Traum sah er eine Quelle, deren Wasser in vier Richtungen floss, und von der aus eine Leiter zum Himmel führte, an der Engel auf- und niederstiegen. Am oberen Ende der Leiter stand Petrus und sang ein Offizium. Anderntags ließ Tassilo nach der Quelle suchen, bis sein Jagdgefährte Wezzo Quellen in Kreuzesform fand. Der Herzog verstand seinen Traum als himmlische Weisung und ließ an der Stelle der Quellen das Kloster zu Ehren von Petrus errichten. (Mehr dazu auf  www.wikipedia.de)

Das lassen wir so stehen und erfreuen uns an dem schönen und gepflegten Gelände.

Auch hier hat die Säkularisation reinen Tisch gemacht und den Weilheimern viel Baumaterial für deren Häuser beschert. Das Überbleibsel wurde um 1995 von der Architektin Frau Gebhardt saniert. Ob das Klostergelände ihr gehört oder der Gemeinde ist nicht ersichtlich. Auf jeden Fall ist Ihre Kosmetik-Firma dort beheimatet.

Zur 1000-jährigen Linde

Der Weg zur fast 1000-jährigen Tassilolinde führt an den Fischteichen vorbei zum Teich und danach hinunter an einem schmalen Pfad zur mächtigen Linde. Ob Sie durch das Umarmen der Linde (Umfang 14 Meter) zehn Jahre länger leben, ist nicht bewiesen, es kann aber nicht schaden. 

Danach können Sie sich auf eine Führung durch den Prälatentrakt (mit 88 Metern Länge der längste Stuckgang der Welt) mit Tassilosaal und Magdalenensaal begeben. Dazu gibt es den Benediktussaal, Apothekermuseum und Skriptorium. (Freitag bis Sonntag und feiertags um 14 Uhr am Eingang zum Pfarramt). Das Kloster wurde 753 von Bayernherzog Tassilo gegründet, aber erst im 17. und 18. Jahrhundert ist es zur Rokoko Blüte gekommen. Pfaffenwinkler Baumeister waren über die Grenzen hinaus gefragte Leut.

Wer noch Zeit hat, lässt sich im Gasthof zur Post bewirten oder fährt ein paar Kilometer zum Eibenwald mit seinen 2000 Eiben. (Eine Wanderung finden Sie in diesem Blog).

Klosterführungen finden Donnerstag bis Sonntag jeweils um 15 Uhr statt (Stand Mai/Juni 2022). Die Führung kostet um die fünf Euro. Eine Voranmeldung ist nicht notwendig.

Kloster Wessobrunn
Klosterhof 4
82405 Wessobrunn

E-Mail: info@klosterwessobrunn.de
Telefon: 08809-828 99 0

 

Text. JvB, Fotos: www.genussorte-pfaffenwinkel.de

Die 1000-jährige Tassilolinde von Wessobrunn

Die Tassilolinde ist eine Sommer-Linde in der Nähe der Klostermauer in Wessobrunn. Sie ist ein Naturdenkmal und wurde im Oktober 2023 zum Nationalerbe-Baum ernannt.

Die Linde ist etwa 25 Meter hoch und hat einen Stammumfang von 14 Metern. Sie wird auf ein Alter von 450 bis 800 Jahren geschätzt.

Die Linde ist nach dem Baiernherzog Tassilo III. benannt, der nach einer neuzeitlichen Ausschmückung der Klostergründungslegende unter der Linde den Traum hatte, der ihn das Kloster Wessobrunn gründen hieß.

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