Die Ammerschlucht ist eine Wanderung für geübte und ausdauernde Wanderer. Sie starten den Ammertaltrail in Rottenbuch, (gut für heiße Sommertage, da der Weg sehr schattig ist) schauen sich die Kirche Mariä Geburt und das Klostergelände an und begeben sich durch das Tor auf die Reise. Zuerst nach Schweinberg und von da in den Wald auf den Pfad. Bergauf und bergab (insgesamt sind es 100 Höhenmeter Unterschied. 650 bis 750 Hm.)
Sie werden ein Wasserrad mit kleinem Modellsägewerk, das unaufhörlich tuckert, sehen und hören. Und kühles Kneipen können Sie in der Ammer an zwei Stellen. Die Pfade zur Ammer hinunter und wieder bergauf sind sehr steil. Je nach Kondition ist das gut zu überlegen.
Am Ende gehen Sie aus der Ammerschlucht zum Wanderparkplatz, um von dort fast eine halbe Stunde durch langweilige Straßen zur Bahn in Peiting zu gelangen. Nach insgesamt etwa zweieinhalb Stunden sind Sie am Ziel in Peiting.
Sollten Sie ihr Auto in Rottenbuch geparkt haben, müssten Sie zurückwandern. Eine Herausforderung, auch für tapfere Rentner.
Ohne Auto fahren Sie zuerst mit dem Bus nach Rottenbuch und in Peiting angelangt nehmen Sie die Bahn zurück zu Ihrem Wohnsitz. Der Weg in Peiting zum Zug ist ziemlich zäh und öde. Sie haben dort zwei Bahnhöfe zur Auswahl.
Es ist wirklich schade, dass das Kloster seit der Säkularisation im Jahre 1803 zum Großteil abgerissen wurde. Die einstige Klosterkirche der Augustiner-Chorherren ist schon fast 950 Jahre alt! Das Kloster wurde später im gotischen Stil erweitert und Mitte des 18. Jahrhunderts vom Wessobrunner Stuckateur Joseph Schmuzer im Rokokostil ausgeschmückt. Die Kloster-Anlage liegt rund zwölf Kilometer nordöstlich der Wieskirche über dem Ammertal.

Text: JvB, Fotos: www.genussorte-pfaffenwinkel.de, das Bild mit dem Turm ist von Fentriss (Wikimedia)









